Ist es nicht großartig, auf Konferenzen, Webseiten oder im persönlichen Gespräch faszinierende Beispiele zu entdecken, die zeigen, was möglich ist und einen motivieren diese Grenzen ebenfalls zu erreichen und zu überschreiten?

Einen dieser Momente erlebte ich letztes Wochenende, als ich die wie immer sehr interessanten Seite der TED-Talks besuchte. Bei einer unabhängig organisierten Veranstaltung zur TED-Reihe ManhattanBeach vor wenigen Wochen hat zum Thema App-Entwicklung gesprochen – ein Sechsklässler aus South Bay!


Screenshot: TED-Talk Thomas Suarez

Mittlerweile besitzt Suarez ein eigenes kleines Unternehmen mit eigener Webseite carrotcorp.com. Er hat mit Mitschülern einen App-Club an seiner Schule initiiert, so dass wir uns mit Recht fragen dürfen, wann die ersten App-AGs an deutschen Schulen auftreten werden. Und es wird sicherlich nicht das letzte Mal sein, dass wir von ihm hören. Wie so jemand tickt? Ziemlich cool, finde ich. Ich übergebe das Mikrofon an: Thomas Suarez.

Gestus und Sprache lassen mich vermuten, dass die jüngeren Generationen viel schneller in unsere vernetzte und digitalisierte Welt hineinwachsen werden, als wir es uns bisher vorstellen konnten.

Mir stellen sich aber – als Web-Enthusiast und als Vater – noch andere Fragen. Wie unbeschwert ist eine Kindheit, wenn ich mit etwa zwölf Jahren das erste Mal ein kommerzielles Produkt in einem weltweit zugänglichen Software-Store platziere? Die von Apple entwickelte Hard- und Software ermöglicht es Thomas aus spielerischem Reiz eine eigene Firma zu gründen und die kreative und charakterliche Sandbox der Kindheit zu verlassen, bevor er in der Lage ist, die Konsequenzen abzuschätzen. Ich wünsche Thomas jeglichen Erfolg für seine Aktivitäten. Ich wünsche ihm aber auch, dass es ihm mit Hilfe seiner Eltern gelingt, ein paar weitere unbeschwerte Kinder- und Jugendjahre zu verleben, bevor sein Tag von Deadlines, Meetings und Mails bestimmt wird.